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Acht neue Köpfe, acht spannende Visionen: unsere neuen Talente

Von der digitalen Souveränität der Kommunen über das Recht auf selbstbestimmtes Sterben bis hin zur Gestaltung industrieller Umbrüche – unsere neuen Talente bereichern den Politikbetrieb mit frischen Perspektiven und innovativen Lösungsansätzen.

Mit unserer Förderung unterstützen wir sie ab sofort dabei, ihre Vorhaben in politische Realität umzusetzen und so die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit direkt zu adressieren.

Lernt unsere neunte Kohorte kennen:

Artjom Pusch

Artjom Pusch (38) ist CEO, Investor und Reservist der Bundeswehr. Als CDU-Landtagskandidat in Sachsen-Anhalt möchte er seine Heimat zukunftsfähig machen. Sein politisches Vorhaben konzentriert sich auf den radikalen Bürokratieabbau und die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen zur Stärkung des Mittelstands. Statt langjähriger Konzepte forciert er agile Pilotprojekte, die schnelle und effiziente Genehmigungsverfahren für Gründer:innen und Unternehmen in der Region ermöglichen.

„Zu viele gute Ideen scheitern an Bürokratie oder verlassen Sachsen-Anhalt. Mit digitaler Verwaltung und gezielter Startup-Förderung will ich Innovation ermöglichen, Gründungen beschleunigen und wirtschaftliche Perspektiven schaffen.“

Eric Jacob 

Eric Jacob (22) ist Informatiker und Mitglied im Gemeinderat von Eching für Bündnis 90/Die Grünen. Er will Kommunen aus der Abhängigkeit von großen Tech-Konzernen lösen und stattdessen auf transparente, europäische Lösungen setzen. Dabei sieht er in einer souveränen und effizienten digitalen Infrastruktur einen entscheidenden Hebel, um das Vertrauen in staatliche Institutionen zu stärken und die Handlungsfähigkeit der Demokratie langfristig zu sichern.

„Wenn Kommunen von großen Software-Firmen abhängig sind, riskieren sie Kontrolle, Sicherheit und Vertrauen. Ich unterstütze beim Umstieg auf Alternativen, die für alle funktionieren – für mehr Resilienz und Transparenz.“

Hakan Memis

Hakan Memis (33) aus Köln ist Senior Business Controller. Seit 2016 engagiert er sich als Mitglied der SPD für eine gerechtere Wirtschaftspolitik. Mit der „Zukunftswerkstatt Arbeit“ entwickelt er ein gesetzlich verankertes Modell, das Beschäftigte, Unternehmen und Kommunen an einen Tisch bringt, bevor Arbeitsplätze verloren gehen. Er kämpft dafür, dass Qualifizierung und Mitbestimmung zum festen Standard bei Umbrüchen in Transformationsregionen werden.

„Mein Opa fand als Gastarbeiter bei Ford Aufstieg und Sicherheit. Heute erleben viele Facharbeiter Unsicherheit. Ich will, dass Strukturwandel wieder Stolz schafft, indem Beschäftigte, Unternehmen und Politik die Zukunft gemeinsam gestalten.“

Lea Banger

Lea Banger (28) ist Promotionsstudentin der Konfliktforschung an der Universität Konstanz sowie Mitglied der FDP Baden-Württemberg. Sie plant die Gründung des Vereins „Letzte Freiheit e. V.“, mit dem sie sich für das Recht auf selbstbestimmtes Sterben einsetzen möchte. Ihr Ziel ist es, eine parteiübergreifende Mehrheit für das Thema zu sichern und die Grundlage für einen neuen Gesetzentwurf im Deutschen Bundestag zu schaffen.

“Ein selbstbestimmtes Leben braucht das Recht auf einen selbstbestimmten Tod. Ein Sterbehilfegesetz würde für einen klaren Rahmen sorgen, um Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten, statt sie allein zu lassen.”

Maximilian Bauer

Maximilian Bauer (33) stammt aus dem oberbayerischen Ampfing, engagiert sich seit 2022 in der CSU und ist Mitgründer der überparteilichen Jungen Liste im Landkreis Mühldorf a. Inn. Er ist Arzt, absolvierte ein Masterstudium an der Harvard Kennedy School (MPP) und sammelte Erfahrung in Ministerien im In- und Ausland. Sein Fokus: der Schutz der mentalen Gesundheit vor manipulativen Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie. Er kämpft für EU-weite „Atempausen“ in sozialen Medien, um insbesondere junge Menschen vor Sucht-Design zu schützen und ihre digitale Selbstbestimmung zurückzugewinnen.

„Süchtig machendes Social-Media-Design gefährdet ganze Generationen. Altersgrenzen sind Symptomtherapie – wir müssen Plattformen so regulieren, dass unser Gehirn nicht auf Autopilot läuft. Zeit für digitale Stoppschilder!“

Nergis Zarifi

Nergis Zarifi (30) setzt sich für die psychologische und soziale Unterstützung von Geflüchteten in Hamburg ein. Die Jurastudentin ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, war ehemaliges Mitglied des Landesvorstands und dort erste vielfaltspolitische Sprecherin der Hamburger Grünen. Sie möchte dezentrale und niedrigschwellige psychologische Hilfe direkt in den Unterkünften verankern, um Versorgungslücken zu schließen und Integration nachhaltig durch Stabilität und Orientierung zu ermöglichen.

“Geflüchtete mit Traumata brauchen Hilfe dort, wo sie leben. Ich möchte mich dafür einsetzen, psychologische Unterstützung verbindlich, niedrigschwellig und finanziell abgesichert in Hamburgs Unterkünften zu verankern.”

Noemie Verbracken

Noemie Verbracken (28) aus Aachen ist TÜV-zertifizierte Datenschutzbeauftragte und Bezirksvorsitzende der Jungen Union NRW. Sie setzt sich für eine Entlastung des Ehrenamts von komplexen bürokratischen Hürden ein. Mit der Gründung einer „Allianz der Beratenden“ baut sie ein Netzwerk auf, das ehrenamtliche Vereine praxisnah und kostenfrei bei der Umsetzung der DSGVO unterstützt.

„Datenschutz darf ehrenamtliches Engagement nicht blockieren. Praxisnahe Unterstützung und politische Lösungen für wiederkehrende datenschutzrechtliche Probleme sind nötig.“

Wilke Held

Wilke Held (35) lebt im ostfriesischen Emden. Als CDU-Kreisvorsitzender erlebt er täglich, wo klassische Parteistrukturen an Grenzen stoßen. Statt sich damit abzufinden, experimentiert er mit neuen Formen politischer Beteiligung. In einem „Politiklabor“ testet er Empathie-Arbeit und KI-Tools, um Parteien wieder näher an die Lebensrealität der Menschen zu bringen. Sein Ziel: aus klassischen Parteistrukturen lernende, zukunftsfähige Organisationen machen, die für Demokratie begeistern.

„Wenn Parteien vor Ort Probleme lösen wollen, brauchen sie mutige Demokraten, die aus empathischen Einsichten mutige Politikangebote machen. Wir bauen in Emden jetzt den Prototyp dafür.“